RX-Karten mit unglaublicher Effizienz

Jede neue Generation der  Radeon-Gaming-Grafikkarten bringt weitere Leistung – doch mit der aktuellen Generation hat AMD wahre Monster fürs Ethereum-Mining geschaffen.

Anfang des Sommers habe ich hier beschrieben, wie ich mir einen Miner mit HD 7970-Grafikkarten fürs Ethereum-Mining gebaut habe. Seitdem hat sich viel getan – ich habe neue Karten eingebaut, ROMs geflashed, bin an einer Xorg-Aktualisierung fast gescheitert und habe meinen Miner insgesamt optimiert. Irgendwann habe ich nebenbei ein zweites Testsystem aufgebaut, welches jetzt als weiteres Produktivsystem fungiert – und das mit RX 470-Karten.

Die RX-Generation – vor allem Effizient

Dank des relativ hohen Strompreises in Österreich habe ich von Anfang an versucht, mein System möglichst Effizient zu bauen – was mit den HD 7970 nicht wirklich gelang, den R7 370 schon besser wurde und mit den RX 470 nun seinen Höhepunkt erreicht hat.

Anfang Juli 2016 war es dann soweit: AMD stellte die neue RX-Generation mit der RX 480 vor. Diese ist auf 150 Watt Maximalverbrauch (Referenzversion) spezifiziert und liefert durchaus 27 MH/s und mehr, der Preis liegt für die Referenzversion bei schlanken 270€. Einem Modder ist es gelungen, bei minimalem Verbrauch über 31 MH/s aus der Referenzkarte zu kitzeln.
Der Hype war daher natürlich entsprechend groß, die Referenzkarten aller Hersteller waren teils über Monate hinweg vergriffen.

Anfang August 2016 wurden dann noch zwei weitere Karten vorgestellt: die RX 470 und die RX 460.
Diese beiden kleinen Geschwister der RX 480 sind zwar deutlich geringer spezifiziert, was sie fürs Mining jedoch nicht uninteressant macht. Zumindest die RX 470-Versionen mit 8GB sind den RX 480-Karten teils sogar ebenbürtig – bei geringerem Verbrauch. Ein weiterer Vorteil ist, dass es direkt zum Start Custom-Versionen der RX 470 gab, welche zwar im Preis teuer, aber im Bezug auf Effizienz, Kühlung, Design und Konzeption deutlich besser durchdacht als die RX 480-Generation sind. Die RX 460 hingegen ist fürs Mining eher ungeeignet.

Die RX-Generation glänzt vor allem mit einer sehr guten Effizienz. So bringt eine Sapphire RX 470 8G ohne jegliche Änderung out of the box  ca. 24,2 MH/s bei einem Verbrauch von ca. 150 Watt, was einem Leistungsverhältnis von 6,61 Watt pro MH/s bedeutet. Allerdings ist es speicherabhängig, welche Karte welche Ergebnisse liefert. So sind in der 8GB-Version der Sapphire Nitro+-Serie die gleichen Speicherchips wie beim größeren Bruder, der RX 480, verbaut, wodurch die oben erwähnten Ergebnisse möglich sind. Die 4GB-Version kommt fürs Mining aus aktueller Sicht nicht infrage, da hier andere Speicherchips und -controller verwendet werden, welche die Hashrate auf ca. 21-22 MH/s sinken lassen.

Dank AMD GPU Pro-Treiber und Claymore auch Mining unter Linux möglich

Zu den neuen Karten hat AMD dankenswerterweise diesmal einen entsprechend guten Treiber veröffentlicht – den AMD GPU Pro-Treiber. Dieser befindet sich zwar noch in der Beta-Phase und funktioniert nur mit Ubuntu 16.04 LTS, funktioniert fürs Mining unter Linux aber hervorragend. Mein RX 470-Miner setzt daher wieder auf Lubuntu 16.04 – und funktioniert mit den aktuellen Treibern ausgezeichnet. Dank der einfachen Installation des Treibers bleibt einem diesmal sogar ein Teil der Kommandozeile erspart, was das Aufsetzen meines Mining-Rigs auf ca. 20 Minuten beschränkte.

Der Dual-Miner von Claymore  in der aktuellen Version 6.4 unterstützt nun auch explizites Mining mit diesem Treiber.

Links:
Mein RX 470-Miner im Aufbau
RX 480 auf Amazon
RX 470 auf Amazon

 

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